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Buchsbaumzünsler

17.07.2018 Da im Friedhof in Piesenkofen der vermehrte Befall des Buchsbaumzünsler aufgetreten ist, nehmen wir dies zum Anlass über diesen Schädling zu informieren.

Der Buchsbaumzünsler (lat. Cydalima perspectalis) ist ein Schädling, der Buchsbäume befällt und diese vollständig zerstören kann. Es handelt es sich um einen Falter, der seine Eier hauptsächlich an den äußeren Blättern des Buchsbaums ablegt. Aus diesen Eiern schlüpfen schließlich die Raupen, welche zuerst die Blätter des Buchsbaums und anschließend sogar die Rinde an den Ästen fressen. Dabei sterben alle Pflanzenteile des Buchsbaums oberhalb der Fraßstelle ab. Befallene Pflanzen sehen meist beige-gelblich aus, haben kaum noch Blätter und sind häufig von den Raupen eingespinnt. Die Schädlinge sind in der Regel bis zu 5cm lange, grüne, schwarz gepunktete Raupen.

Der Buchsbaumzünsler-Falter ist hauptsächlich weiß mit einem schwarzen Muster. Seine Vorderflügel sind in den meisten Fällen weiß mit braunen Außenrändern. Die Flügelspannweite der Falter beträgt ca. 40 – 45mm. Es wurden auch schon schwarze Exemplare mit weißen Punkten beobachtet. Der Falter sitzt hauptsächlich unter den Blättern des Buchsbaums und lebt lediglich für ca. 9 Tage. In dieser Zeit legen die Falter-Weibchen ihre Eier. Man kann davon ausgehen, dass von Frühjahr bis Spätsommer, ca. alle 2 bis 3 Monate eine neue Buchsbaumzünslergeneration entsteht. So können pro Jahr bis zu vier Buchsbaumzünslergenerationen entstehen. Auch bevorzugen die Buchsbaumzünsler-Weibchen zum Eierlegen Buchsbäume, welche noch nicht befallen wurden, was wiederum die Ausbreitung begünstigt.

Bei starkem Befall durch den Buchsbaumzünsler können Buchsbäume durchaus absterben. Die durch den Schädling betroffene Buchsbaumsorten sind die in Deutschland beheimateten Arten „Gewöhnlicher Buchsbaum“ (Buxus sempervirens) und der eher selten vorkommende „Kleinblättrige Buchsbaum“ (Buxus microhylla).

Doch zunächst ist es schwierig den Befall durch den Buchsbaumzünsler im ersten Stadium zu erkennen. Meistens beginnt der Befall an den unteren Ästen des Buchsbaums. Die Schäden sind gering und normalerweise erst bei genauer Betrachtung festzustellen. Bei fortschreitendem Befall wird auch das Innere der Pflanze befallen, wodurch auch hier Schäden entstehen. Aufgrund der dicht bewachsenen Äste und der dichten Verzweigung ist es allerdings auch hier schwierig einen Befall frühzeitig zu erkennen. Normalerweise können sich die Buchsbaumzünsler in diesem Stadium unentdeckt dem Fressen hingeben. Nach und nach werden so die Außenbereiche der Pflanze vom Schädling erreicht. Nun ist auch der Befall deutlich zu erkennen. Zahlreiche Blätter wurden abgefressen und der Buchsbaumzünsler beginnt damit, die Rinde der Äste oder sogar schon jüngere Zweige des Buchsbaums zu fressen. Auch beginnt der Buchsbaumzünsler nach dem Durchlaufen der bis zu sieben Larvenstadien, zu verpuppen. Dieses sogenannten Gespinnste sehen von der Farbe her einem Spinnennetz ähnlich, sind jedoch viel dichter miteinander verwebt. Im Winter können die Schädlinge innerhalb dieser Gespinne auch überwintern. Wurde ein Buchsbaum einmal befallen, so stirbt dieser nicht zwangsläufig ab, sondern kann sich durchaus wieder erholen. Wichtig ist jedoch, einen erneuten Befall um jeden Preis zu vermeiden. Denn bei wiederholtem Befall der Pflanze durch den Schädling wird ein Überleben der Pflanze immer unwahrscheinlicher.

 

Entsorgung befallener Buchsbäume

 

Alternative 1 –Restmülltonne

Bei der Entsorgung von durch den Buchsbaumzünsler befallenen und / oder bereits zerstörten Buchsbäumen sollte man darauf achten, das Schnittgut nicht einfach in der Biotonne zu entsorgen. Vielmehr sollte das Schnittgut in Plastiksäcken, luftdicht verpackt, in kleineren Mengen in den Restmüll geben. Da der Restmüll in Müllverbrennungsanlagen bei hohen Temperaturen verbrannt wird, kann eine weitere Verbreitung des Buchsbaumzünslers ausgeschlossen werden. Bei größeren Mengen an zu entsorgendem Schnittgut, sollte man sich mit den örtlichen Kompostierungsanlagen / Entsorgungsanlagen absprechen. Oftmals informieren auch die örtlichen Anlagen über entsprechende Entsorgungswege auf den jeweiligen Websites. Im Zweifel sollte man die Entsorgungsanlage immer direkt kontaktieren.

 

Alternative 2 – Sonne

Es ist ratsam, seine Buchsbäume während der Zeiten des Reifungsfraßes auf Gespinste und die grünen Raupen hin zu kontrollieren. Wer seine Buchsbäume jährlich zurück - beziehungsweise in Form - schneidet, beseitigt sicherlich schon einen gewissen Teil der Gelege. Ende Mai und Mitte August können sich an den abgeschnittenen Zweigen Raupen befinden, die sich zu Faltern entwickeln. Diese sollte man in eine große Tüte packen und mehrere Wochen in der Sonne liegen lassen. Durch die große Hitze werden die Insekten zum Absterben gebracht. Den Buchsbaum mit einem Hochdruckreiniger zu behandeln, ist eine weitere Möglichkeit, die Raupen aus den Zweigen zu entfernen und anschließend zu vernichten.

 

!! Die Anwendung von giftigen Insektiziden sollte vermieden werden !!

 

Weitere Informationen finden Sie unter:

https://www.landkreis-regensburg.de/UnserLandkreis/Aktuelles.aspx?rssid=72db551a-5194-4840-893e-fbec83f48c35

https://www.buchsbaumzuensler.net/

Kategorien: Rathaus