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Obertraubling Sicht aus Höflinger Forst Mai 2016 Autor Mullen (2).jpg

Chemische Wasseranalysen nach der Trinkwasserverordnung für das Trink- und Brauchwasser

07.12.2017 Die Wasserversorgungsunternehmen sind gehalten die Härtegrade und den Härtebereich sowie die chemische Untersuchung und Rückstände von Pflanzenschutzmitteln bekannt zu geben.

Nach dem Untersuchungsergebnis vom November 2017 hat das
von den Gemeindewerken Obertraubling gelieferte Wasser folgende Eigenschaften


Gesamthärte: 19,9o dH (deutsche Härtegrade)
Härtebereich: hart (§ 9 Wasch- und Reinigungsmittelgesetz)
Der pH-Wert des Wassers liegt bei 7,50
Die Werte für Natrium, Kalium, Nitrat, Chlorid und TOC (gesamter organischer Kohlenwasserstoff,
Summenparameter für organische Substanz) liegen im Normalbereich.
Der Sauerstoffgehalt ist ausreichend hoch. Eisen, Mangan, Arsen, und Ammonium
sind nicht nachweisbar.

Die Untersuchungen auf die Parameter der Anlage 2 und 3 der Trinkwasserverordnung
ergeben, soweit untersucht, keinen Grund zur Beanstandung.
Pflanzenschutzmittel und Biozidprodukte (PSM) sind, soweit untersucht, nicht nachweisbar.
Der Grenzwert für PSM gilt damit als eingehalten. Die mikrobiologischen
Befunde sind einwandfrei.
Mit einer Calcitlösekapazität von – 29 mg/l CaCO3 ist das Wasser kalkabscheidend.
Die Forderungen der TrinkwV an das Kalklösungsvermögen sind eingehalten.
Die in DIN EN 12502 Teil 2,4 und 5 und DIN 50930 Teil 6 genannten Parameter pHWert,
Säurekapazität, Calcium-, Sauerstoff-, Chlorid- und Sulfatgehalt entsprechen
den dort genannten Anforderungen zur Schutzschichtbildung auf
- Gusseisen und niedrig- und unlegierten Stählen,
- nichtrostenden Stählen,
- Kupfer- und Kupferlegierungen und
- innen verzinntem Kupfer,
so dass bei diesen Werkstoffen die Anforderungen, die aus korrosionschemischer
Sicht an Trinkwasser gestellt werden, grundsätzlich erfüllt sind.
Asbestzement und andere zementgebundene Werkstoffe werden nicht angegriffen.

Einschränkungen:


Schmelztauchverzinkte Eisenwerkstoffe dürfen nach DIN 50930 Teil 6 nicht einge-setzt werden, da die Basekapazität bis pH 8,2 größer als 0,2 mmol/l ist. Im Warm-wasserbereich wird generell – d.h. unabhängig vom Chemismus – von der Verwen-dung verzinkten Stahls abgeraten (DIN EN 12502 Teil 3, twin:2002).


Infolge eines zu schnellen Abtrags der Verzinkung kann bei schmelztauchverzinktem Stahl außerdem die Ausbildung einer schützenden Deckschicht gestört sein, da die Basekapazität bis pH 8,2 meistens auch noch größer als 0,7 mmol/l ist.
Verzinkter Stahl sollte daher in der Trinkwasserinstallation prinzipiell nicht eingesetzt werden. Grundsätzlich gilt, dass Werkstoffe für neue Installationssysteme so ausge-wählt werden müssen, dass gesonderte Schutzmaßnahmen nicht erforderlich sind. Wird allerdings bei älteren Anlagen eine erhöhte Abgabe von Korrosionsprodukten infolge einer erhöhten Basekapazität bis pH 8,2, eines zu hohen Neutralsalzquotien-ten S1 oder ggf. eines zu hohen Zinkgerieselquotienten S2 festgestellt, lässt sich diese durch die Zugabe von Korrosionsschutzmitteln, wie Phosphate, Silikate oder deren Gemische, günstig beeinflussen. Es dürfen nur zugelassene Zusatzstoffe und zertifizierte Dosiersysteme verwendet werden.


Messinge haben eine hohe Anfälligkeit für Spannungsrisskorrosion. Das Schadensri-siko lässt sich vermindern, wenn bei der Verarbeitung der Bauteile kritische Zug-spannungen vermieden werden. Eine Wärmebehandlung der fertigen Bauteile redu-ziert die Wahrscheinlichkeit der Spannungsrisskorrosion insgesamt (DIN EN 12502 Teil 2). Die Wahrscheinlichkeit der Entzinkung von Messing steigt mit dem Zinkgehalt und der Temperatur (DIN 12502 Teil 2). Entzinkungsbeständige Messinge hemmen die Entzinkung.


Die elektrische Leitfähigkeit des Wassers (bei 20o), ist größer als 500 S/cm und liegt damit in einem Bereich, in dem die Korrosionswahrscheinlichkeit bei Edelstahlplat-tenwärmetauschern, die mit Kupfer hartgelötet sind, erhöht sein kann.
Zusammenfassung:
Aus korrosionschemischer Sicht können außer verzinktem Stahl grundsätzlich alle im Verteilungsnetz und in der Trinkwasserinstallation üblichen Werkstoffe eingesetzt werden. Im Falle von Edelstahlplattenwärmetauschern, die mit Kupfer hartgelötet sind, sollte beim Hersteller abgeklärt werden, ob sie unter den gegebenen Umstän-den eingesetzt werden können.


Die Ergebnisse der einzelnen Untersuchungsparameter können im Rathaus der Gemeinde Obertraubling, Josef-Bäumel-Platz 1, 93083 Obertraubling Zimmer 14/I eingesehen werden. Oder klicken Sie einfach hier um die Ergebnisse zu sehen.

Obertraubling, den 06.12.2017

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