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Obertraubling Sicht aus Höflinger Forst Mai 2016 Autor Mullen (2).jpg

Jägerschaft Obertraubling für weniger Wildunfälle

08.04.2019 Sehr geehrte Bürgerinnen und Bürger, die Zeit des Erwachens der Natur ist leider auch die Zeit der meisten Wildunfälle auf unseren Straßen. Die Jägerschaft Obertraubling möchte Ihnen kurz aufzeigen, warum es vor allem in dieser Zeit zu vermehrten Verkehrsunfällen kommt und was wir gedenken dagegen zu tun, aber auch jeder Bürger tun kann.

Im Winter leben unsere Feldrehe in so genannten Sprüngen zu mehreren Familienverbänden zusammen und ziehen nur geringfügig umher. Der gesamte Organismus wird auf ein Minimum heruntergefahren, weshalb großer Stress verbunden mit Fluchtreaktionen den Organismus stark schädigen können. (Dies führt oftmals zum Tod des geschwächten Rehs) Das Zusammenleben in Sprüngen in der kalten Jahreszeit sorgt für Sicherheit vor Prädatoren und aber auch für Schutz vor Kälte – „die Rehe kuscheln sich aneinander, wenn man so will.“

Jetzt im Frühjahr, ca. ab Mitte bis Ende März bis in den Mai hinein lösen sich diese Sprünge auf und die Reviere werden neu besetzt. Da das Rehwild in den Sommer-monaten sehr territorial lebt, führt dies zu Rangeleien um die besten Einstände (Gebiete). So kommt es, dass sich behauptende Geißen (weibliches Rehwild) und auch Rehböcke die oder den vermeintlich Schwächeren/ Jüngeren aus ihrem auserkorenen Territorium vertreiben. Somit kommt es zu einem verstärkten Wildwechsel und das natürlich auch über unsere stark befahrenen Straßen. Des Weiteren quert das ganze Jahr über Wild unsere Straße auf so genannten Wechseln, um beispielsweise von Waldgebiet zu Waldgebiet zu gelangen.

Die Jagdgenossenschaft Obertraubling bemüht sich derzeit um die Anbringung von Wildwarnstrahlern an den Straßenleit-pfosten. Diese Strahler reflektieren das Scheinwerferlicht des herannahenden Kraftfahrzeugs in einer für das Wild wahrnehmbaren Farbe.

Untersuchungen haben gezeigt, dass diese Maßnahme die Wildunfälle bis zu 70% reduzieren kann.

 

Aber auch Sie als Straßenverkehrsteilnehmer sind gefragt:

Achten Sie vor allem in den frühen Morgenstunden (vor und während der Dämmerung) und in den Abendstunden (Dämmerungs- und Nachtzeit) genau auf Ihre Geschwindigkeit an den Brennpunkten (Wildwechseln) über unser Straßennetz. Seien Sie jeder Zeit bremsbereit! Eine angepasste Geschwindigkeit (auch unter dem erlaubten Maximum auf der jeweiligen Straße) in Verbindung mit erhöhter Aufmerksamkeit kann eine Kollision verhindern. Sollte sich bereits Wild auf der Straße befinden, so schalten Sie bitte Ihr Fernlicht aus (das Wild bleibt durch die Blendung des Lichts stehen), verringern Ihre Geschwindigkeit und hupen Sie. Bitte weichen Sie dem Wild nicht aus, falls Sie durch die Bremsung nicht mehr vor einer Kollision zum Stillstand kommen. Oft führen Ausweichmanöver noch zu schlimmeren Unfällen.


Brennpunkte im Jagdrevier Obertraubling sind:

a.       Kreisstraße von   Piesenkofen nach Oberhinkofen

b.       Kreisstraße von  Obertraubling nach Burgweinting

c.       Bundesstraße 15 von Obertraubling nach Köfering

d.       Kreisstraße von Obertraubling nach Egglfing

e.       Ortsstraße nach Einthal

Sollten Sie doch mit wechselndem Wild kollidieren, so informieren Sie stets die örtliche Polizeidienststelle oder uns Jäger. Eine schriftliche Bestätigung, welche von uns oder der zuständigen Polizeidienststelle ausgestellt wird, kann Ihnen einige Schwierigkeiten bei der Schadensregulierung mit Ihrer KFZ-Versicherung ersparen.

 

Bei weiteren Fragen dürfen Sie uns gerne unter folgender Emailadresse kontaktieren:

 

JaegerObertraubling@gmail.com

 

Mit freundlichen Grüßen bedanke ich mich für Ihre Mithilfe und wünsche Ihnen allen ein schönes und unfallfreies Jahr.

 

Michael Wieland & Thomas Scheuerer
(Revierpächter des Jagdreviers Obertraubling)

Kategorien: Rathaus