November 2016 (2).JPG
Ansicht Rathaus 2015 (1).jpg
111280548.jpg
Gewerbegebiet Nord.jpg
Luftbild_Obertraubling_Fritz_Winter.jpg
Obertraubling.JPG
Obertraubling Sicht aus Höflinger Forst Mai 2016 Autor Mullen (2).jpg

Die Geschichte der Gemeinde

Die Dörfer Obertraubling, Piesenkofen, Niedertraubling, Gebelkofen, Oberhinkofen und Scharmassing haben sich 1972 zur Großgemeinde Obertraubling zusammengeschlossen.
Die Gemeindeteile haben viele Gemeinsamkeiten, wie zum Beispiel die ebene bis leicht hügelige, fruchtbare Landschaft des Lößlehmbodens, die Höhenlage und das für den Ackerbau günstige Klima. Gemeinsam haben sie auch ihre Vor- und Frühgeschichte, denn das waldfreie Land bot schon den Menschen in der Jungsteinzeit bei der Jagd und den ersten Anfängen des Ackerbaues eine verhältnismäßig sichere Lebensgrundlage.
Spätestens seit 5000 v.Chr. leben Menschen in unserer Gegend. Dies beweisen Funde guterhaltener verzierter steinzeitlicher Gefäße in Obertraubling und einer unbeschädigten kräftigen Steinaxt in Piesenkofen. Aus der Zeit um 1800 v.Chr. (Hügelgräber- beziehungsweise Bronzezeit) sind Hockergräber in Niedertraubling erhalten. Im 3. Jahrhundert n.Chr. existiert in Niedertraubling bereits ein römischer Bauernhof.
Die Patrozinien der Kirchen weisen auf die frühe Christianisierung des Gebietes hin: "St. Georg" in Obertraubling, "St. Martin" in Piesenkofen, "St. Petrus" in Niedertraubling, "St. Michael" in Oberhinkofen und "St. Johannes" in Gebelkofen. Die Wasserschlösser in Niedertraubling und Gebelkofen sind Zeugen aus der Zeit der ersten bayerisch-fränkischen Staatenbildung.
Die Ortsnamen selbst enden alle auf "ling" und "kofen" und bezeugen damit, dass die Dörfer älteste bajuwarische Siedlungen aus der Zeit der ersten Herrschergeschlechter der Merowinger und Agilolfinger des 6. - 7. Jahrhunderts und der Karolinger des 9. - 10. Jahrhunderts sind.
817 - 847
In der Amtszeit des Bischofs Baturich kommt es zu einem beurkundeten Landtausch zwischen dem Bischof und dem edlen Maurentius, und damit zur ersten urkundlichen Erwähnung Obertraublings.
Im 11. Jahrh.
sind die Adelsgeschlechter der Traublinger und der Gebelkofener hier ansässig. Später sind die "Weichser" und die "Nothaft", die "Auer" und die "Lerchenfelder" die Grundherren.
1340
Die Burg in Traubling wird erstürmt und
1492
im Löwler-Krieg belagert.
1618 - 1648
Im 30jährigen Krieg werden Obertraubling und Gebelkofen total zerstört. Viele Höfe gehen in Flammen auf, die Pest besiegelt das furchtbare Kriegselend.
1799 - 1815
kehren mit den napoleonischen Kriegen wieder Angst, Schrecken und Not durch Truppendurchzüge und Einquartierungen ein.
1803
wird die geistliche Grundherrschaft durch die Säkularisation aufgehoben.
1848
werden per Gesetz auch die Gerichtsbarkeiten und Reichnisse der Grundherren in den Hofmarken in Niedertraubling und Gebelkofen hinfällig.
1842
erhalten Obertraubling und Barbing mit dem Bau der Walhalla eine Verbindungsstraße.
1859
fährt der erste Zug von Regensburg nach München und hält in der neu errichteten Station Obertraubling.
1914 – 1918
beenden die beiden Weltkriege eine Periode des steten Aufstiegs.
1939 – 1945
Ungeheure Blutopfer müssen auch in den Gemeinden gebracht werden.
02 – 04/1945
Besteht auf dem Fliegerhorst Obertraubling (Gebiet der heutigen Stadt Neutraubling) ein Außenlager des KZ Flossenbürg. In wenigen Wochen sterben die meisten Häftlinge an Unterernährung, durch Krankheiten, Zwangsarbeit und Ermordung im Lager oder auf dem Todesmarsch nach Dachau.
Ab 1945
blüht der Ort, der vor dem Krieg nur 870 Einwohner hatte, in ungeahnter Weise auf.
Rege Bautätigkeit entwickelt sich, Großsiedlungen entstehen, Heimatvertriebene werden hier bodenständig, Gewerbe siedelt sich an.
1978
Mit Abschluss der Gemeindegebietsreform bilden Obertraubling, Oberhinkofen, Niedertraubling und Gebelkofen die Einheitsgemeinde Obertraubling.